Projekt Familie: Der Apparat und die Seele

Geschichte einer Kommunistenfamilie: "Der Apparat und die Seele"Geschichte einer Kommunistenfamilie: "Der Apparat und die Seele"

"Eine heimtückische Krankheit hat meiner Mutter das Finale ihres Lebens verdorben: Sie erkrankte an Demenz und starb in geistiger Umnachtung. Dieses Buch soll die Erinnerung festhalten, die ihr schleichend abhanden kam. Es ist die Geschichte unserer Familie über das 20. Jahrhundert hinweg. Die meisten meiner Anverwandten waren aktive Kommunisten, und so spiegeln ihre Schicksale vor allem den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegung. Hier wurde vielen Menschen das Finale verdorben, und auch in dieser Hinsicht war es mir wichtig, die entschwindende Erinnerung festzuhalten." (Klappentext)

Meine Großmutter trat mit sechzehn Jahren der Roten Arbeiterjugend bei, um für die Weltrevolution zu kämpfen.

Mein Großvater führte das Nomadendasein eines kommunistischen Wanderpredigers, der den Arbeitern die Erlösung durch die Marxsche Lehre verkündet.

Mein Vater schmetterte schon als Junge im Berlin der 1930er Jahre: „Wir sind die junge Garde des Proletariats!“, und entsprechend handelte er später auch.

Meine Mutter schwor sich nach der Bombennacht von Dresden, die sie hautnah miterlebte, alles zu tun, damit es nie wieder Krieg gibt.

Die Wege meiner Vorfahren führten in die DDR, wo sie die Erfüllung ihrer politischen Träume zu finden hofften. Dort wuchs ich auf, und angesichts des real existierenden Sozialismus habe ich niemals Lust verspürt, die Familienstafette weiterzutragen. Aber als sich meine Mutter in der Nacht der Demenz verlor und das Vergangene vergaß, beschloss ich, die Erinnerung festzuhalten: an eine kranke Frau, an eine Familie, an einen tragischen Irrweg der Menschheit.

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