Reportage "Vier Mädchen und der Ernst des Lebens"

Betonwüste Marzahn - hier entstand meine ReportageBetonwüste Marzahn - hier entstand meine Reportage

Im Mai 1982 wurde uns Fernstudenten am Leipziger Literaturinstitut im Rahmen einer Jahresarbeit die Aufgabe gestellt, eine Reportage zu schreiben. Das interessierte mich sofort; nicht umsonst war ich eine Journalistentochter. Meine Schwester Gabriele Stern, von der Ausbildung her Sozialpsychologin, arbeitete damals im Berufsberatungszentrum Marzahn und erzählte mir oft frustriert von den Problemen, mit denen dort die Schulabgänger konfrontiert waren.

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Essay über Tschechows Erzählung "Herzchen"

Anthologie mit Herzchen-EssayAnthologie mit Herzchen-Essay

Als Fernstudentin am Literaturinstitut Leipzig schrieb ich einen Essay über Tschechows Erzählung „Herzchen“ und trug ihn bei einer Lesung unter großem Beifall vor. Die NDL erbot sich, den Text zu drucken, verlangte dann jedoch so viele Abmilderungen und Änderungen, dass sich die Veröffentlichung wieder zerschlug.

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Die ungelebte Zukunft Georg Büchners

Anthologie mit Büchner-EssayAnthologie mit Büchner-Essay

Der Essay "Die ungelebte Zukunft Georg Büchners" entstand um 1983 als „Hausarbeit“ für mein Fernstudium am Leipziger Literaturinstitut. Die Fragestellung lautete: Was hätte aus Büchner werden können, wenn er alt geworden wäre? Genre und Gestaltung waren freigestellt, und da ich schon immer gern Essais schrieb, entschied ich mich für diese Form. Der Text wurde 1985 in der Leipziger Literaturzeitschrift „Erwägungen“ abgedruckt und dort Jahrzehnte später von Professor Dietmar Goltschnigg entdeckt, als er das Material für die dreibändige Sammlung „Georg Büchner und die Moderne“ zusammentrug. Er nahm den Aufsatz in den dritten Band der Sammlung auf, wo er einen sehr schönen Platz genau zwischen Heiner Müller und Friedrich Dürrenmatt einnimmt – fraglos ein Lorbeerblatt in meinem Dichterkranz, auch wenn die Leserschaft des Werkes vermutlich begrenzt ist.

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Middlemarch-Essay

George Eliot (1819 - 1880)George Eliot (1819 - 1880)

Der Essay "Das Heldentum der Mittelmäßigkeit" zur Figur der Dorothea Brooke in George Eliots Roman "Middlemarch" entstand Mitte der 1980er Jahre, als ich mich in einer Phase großer literaturtheoretischer Ambitionen befand. Ein volles Jahr lang folgte ich hingegeben einer bestimmten Konstellation in George Eliots Middlemarch-Roman, ohne mich groß darum zu kümmern, wen das interessierte und wen nicht. Dann war der Text fertig, recht wohl geraten, aber bis heute kaum zu verkaufen. George Eliot ist hierzulande weitgehend unbekannt, und ich bin es auch – dieser Zusammenklang ist fatal. Seither ist meine Lust an längeren literaturtheoretischen Arbeiten gedämpft. Die Mühe, die sie bereiten, steht zu einer möglichen Anerkennung in einem noch weit krasseren Missverhältnis, als dies für gewöhnlich schon beim Schreiben der Fall ist.

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