Mord auf der Völkerfreundschaft

Leiche im Pool der "Völkerfreundschaft": "Dem Urlaubsmord entgegen".Leiche im Pool der "Völkerfreundschaft": "Dem Urlaubsmord entgegen".Jan Fechner hat es geschafft: Er wurde für herausragende Produktionsleistungen mit einer der begehrten Urlaubsreisen auf der „Völkerfreundschaft“ ausgezeichnet. Diese Reise will er nutzen – zur Flucht in den Westen, denn so eine Chance bietet sich nie wieder. Mit einer kostbaren Handschrift im Gepäck, die ihm das Startkapital für ein neues Leben einbringen soll, geht er an Bord des DDR-Traumschiffs, fest entschlossen, sein eigenes Reiseziel zu verfolgen. Doch dann geschieht Mysteriöses auf dem scheinbar so harmlosen Rentnerschiff: Plötzlich ist die Handschrift spurlos verschwunden. Und eines Nachts treibt gar eine Leiche im Pool – eine Leiche, die es offiziell auf gar keinen Fall geben darf… 

 Es war ein kleines, peripheres Projekt – die Aufbereitung eines kuriosen Schiffstagebuches von 1983, das ich im Nachlass meiner Eltern gefunden hatte. Unter dem Titel „Bonzenreise – auf großer Fahrt mit der Völkerfreundschaft“ gab ich es im letzten Jahr heraus. Und dabei kam mir eine Idee: Was, wenn genau auf dieser Fahrt jemand ermordet würde? An sich nicht gerade originell – Kreuzfahrtkrimis gibt es schließlich zuhauf und im Pool treibende Leichen auch. Doch in Verbindung mit dem DDR-Ambiente auf der Völkerfreundschaft und vor allem natürlich mit den Passagieren, die sie damals bevölkerten, schien mir der Plot doch etwas aus dem Rahmen zu fallen. Das Ergebnis ist der hier vorgestellt historische Kreuzfahrtkrimi „Dem Urlaubsmord entgegen“, die Geschichte eines Mordfalls in der Welt der Privilegierten, die als DDR-Bürger in den Westen reisen durften – einer Welt zwischen Biederkeit und heimlichem Abgrund.

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