Unglücksfälle und Katastrophenskandale katastrophen t

Vertuscht, verschwiegen, verborgen - in der positiven Welt des Sozialismus durfte es keine Skandale geben. Niemand wusste, dass ein kleiner Ort in Brandenburg 1977 beinahe zu einem Tschernobyl für Mitteleuropa geworden wäre. Niemand sprach darüber, dass durch den Fehler eines ehrgeizigen Arztes Tausende von jungen Müttern mit Hepatitis C infiziert wurden. Und niemand erfuhr, wie es zum Untergang des Öltankers "Böhlen“ gekommen war. Erst nach der Wende wurden diese Ereignisse erforscht und aufgearbeitet – Ereignisse, die sich hinter den Kulissen einer als heil gepriesenen Welt abspielten und die DDR-Medien nie erreichten. 

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skandale justiz tJustizskandale in der DDR

Eine psychisch auffällige Frau mit dunkler Herkunft wird durch die DDR-Propaganda zur „Faschistin“ stilisiert und als „Aufrührerin“ vor Gericht gestellt. Ein Mann, der „Republikflucht“ beging, wird von seiner eigenen Tochter in die DDR zurückentführt. Und eine Gruppe von Studenten, die in Flugblättern freie Wahlen fordern, verbringt dafür viele Jahre in Sibirien. In der DDR verstand sich die Justiz als Instrument des politischen Systems und hatte in dessen Dienst zu funktionieren. Es gab große demonstrative Schauprozesse, aber auch streng geheime Justizverfahren und Willkürurteile, die man selbst den nächsten Angehörigen der Opfer verschwieg. An ausgewählten Beispielen wird in diesem Vortrag dargelegt, wie unter dem Druck des staatlichen Gebots, die Feinde des Sozialismus zu bestrafen, die Gerechtigkeit auf der Strecke blieb.skandale justiz b