DDR- und Kommunismusgeschichte
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Die gewaltigsten Denkmale, die schnellsten Flugzeuge, die höchsten, komfortabelsten Wohnkomplexe – die Vorzeigebauten des Sozialismus mussten immer superlativ sein und internationale Rekorde brechen. Besonders in der Frühzeit der sowjetischen Ära wurden gigantomanische Bauten zur Ausdrucksform einer Gesellschaft, die sich selbst als überlegen und hochinnovativ empfand.
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Der Urvater aller kommunistischen Diktatoren war Josef Stalin. Ihm nachzueifern, dem göttergleich Verehrten, schrieben sich die meisten Staatschefs in den kommunistisch regierten Ländern des Ostblocks auf die Fahnen; und einigen von ihnen gelang das so gut, dass sie es als Musterschüler Stalins zu trauriger Berühmtheit brachten.
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Meine Großmutter trat mit sechzehn Jahren der Roten Arbeiterjugend bei, um für die Weltrevolution zu kämpfen.
Mein Großvater führte das Nomadendasein eines kommunistischen Wanderpredigers, der den Arbeitern die Erlösung durch die Marxsche Lehre verkündet.
Mein Vater schmetterte schon als Junge im Berlin der 1930er Jahre: „Wir sind die junge Garde des Proletariats!“, und entsprechend handelte er später auch.
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Das Fernsehen der DDR galt als dogmatisch und dröge, als besonders hartes politisch-ideologisches Bollwerk des Sozialismus. Trotzdem brachte es auch bemerkenswerte Sendeformate und Filme hervor. Allein schon die kolossalen „Fernsehromane“ verdienen Erwähnung – Dreiteiler, Fünfteiler, selbst Siebenteiler waren keine Seltenheit. Die Helden wurden gnadenlos durch alle Etappen der deutschen Geschichte gehetzt, bis sie endlich in der DDR ihr Glück und ihre Heimat fanden.
Weiterlesen: Zwischen Dogma und Experiment – das Fernsehen der DDR
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Unglücksfälle und Katastrophen
Vertuscht, verschwiegen, verborgen - in der positiven Welt des Sozialismus durfte es keine Skandale geben. Niemand wusste, dass ein kleiner Ort in Brandenburg 1977 beinahe zu einem Tschernobyl für Mitteleuropa geworden wäre. Niemand sprach darüber, dass durch den Fehler eines ehrgeizigen Arztes Tausende von jungen Müttern mit Hepatitis C infiziert wurden. Und niemand erfuhr, wie es zum Untergang des Öltankers "Böhlen“ gekommen war. Erst nach der Wende wurden diese Ereignisse erforscht und aufgearbeitet – Ereignisse, die sich hinter den Kulissen einer als heil gepriesenen Welt abspielten und die DDR-Medien nie erreichten.
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1983 nahmen die Journalisten Heinz und Katja Stern an einer sogenannten Auszeichnungsreise mit der „Völkerfreundschaft“ teil, dem damaligen Vorzeige-Kreuzfahrtschiff der DDR. Heinz Stern wollte offenbar eine Reportage darüber schreiben und hielt die Eindrücke der Reise in einer Art Schiffstagebuch fest.
Weiterlesen: Bonzenreise - auf großer Fahrt mit der "Völkerfreundschaft"
Tanja Stern, geboren 1952 in Ostberlin, Studium der Theaterwissenschaft, danach Jobs als Redakteurin, Buchhändlerin und Sekretärin, 1985 literarisches Debüt, heute freie Autorin in Wildau bei Berlin mit Schwerpunkt DDR- und Kommunismusgeschichte.