Jahrhundertelang galten die Naturwissenschaften als unweiblich und nur dem überlegenen Verstand des Mannes zugänglich. Auch die Universitäten blieben den Frauen bis ins späte 19. Jahrhundert verschlossen. Wollten sie sich auf einem naturwissenschaftlichen Fachgebiet betätigen, so mussten sie das im stillen Kämmerlein tun.
Die Geschichte der Frauen in der Wissenschaft ist eine Geschichte der Isolation. Da gab es die Autodidaktinnen, die sich mühsam selbst beibrachten, was Männer an Universitäten lernen konnten; es gab die unausgefüllten Gesellschaftsdamen, die sich hobbymäßig der Erforschung eines Fachgebietes widmeten; und es gab schließlich die ersten Studentinnen, die Häme und Anfeindungen auf sich nahmen, um die Wissenschaft zu ihrem Beruf zu machen.
Dieser Kurs erinnert an bekannte und weniger bekannte Wegbereiterinnen aus der Geschichte der Naturwissenschaften, die in einer absoluten Männerdomäne um Anerkennung ringen mussten.
Tanja Stern, geboren 1952 in Ostberlin, Studium der Theaterwissenschaft, danach Jobs als Redakteurin, Buchhändlerin und Sekretärin, 1985 literarisches Debüt, heute freie Autorin in Wildau bei Berlin mit Schwerpunkt DDR- und Kommunismusgeschichte.